Eine Leiche medium

Copyright by Michaela Giuliani

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Jake zog an sei­ner Ziga­rette und schnippte sie anschlie­ßend fort. Obwohl hier genug Rauch ent­stan­den war, blies er den blauen Dunst in die Umwelt. Eine Meute Schau­lus­ti­ger ver­sam­mel­ten sich. Das Übli­che in der City. Jake bekam tag­täg­lich mit ihnen zu tun. Am liebs­ten hätte er gerne ein­mal aus­ge­holt und einem eine geschos­sen. Doch er war Cop. Aller Vor­aus­sicht nach der Ein­zige in der Stadt, der nicht geschmiert war, dass inter­es­sierte ihn reich­lich wenig. Jetzt wid­mete er seine Auf­merk­sam­keit dem Mehr­fa­mi­li­en­haus, in dem eine völ­lig aus­ge­brannte Woh­nung ihn auf den Plan rief. Es war ein Haus, wie es sie in der City in tau­send­fa­cher Aus­füh­rung gab. Des­halb schaute Jake nicht ein­mal genau hin. Er trug die Marke um den Hals, dass sie jeder sah. Ohne Pro­bleme ging er durch die Absper­rung und betrat den Ein­gang. Feu­er­wehr­män­ner, mit Schweiß und Ruß bedeck­ten Gesich­tern, kamen ihm ent­ge­gen. Erschöpft blick­ten sie nach unten und beach­te­ten ihn nicht. Oft hatte Jake Brände unter­sucht und er folgte instink­tiv dem Geruch. Der Ruß und die Arbei­ten der Feu­er­wehr hat­ten den Flur so zuge­setzt, dass man das Ursprungs­aus­se­hen nicht erken­nen konnte. Jake kam in der Etage an und die Wärme schlug ihm ins Gesicht. Er zog den Man­tel aus und legte ihn über das Gelän­der der Treppe. 
Bei Jake han­delte es sich nicht um den arche­ty­pi­schen Cop, die man aus irgend­wel­chen Serien oder Fil­men kannte. Er trank kein Alko­hol, war nicht unra­siert und er hatte kei­ner­lei, dun­kele Geheim­nisse. Genau das Gegen­teil erwar­tet eine Per­son, wenn sie ihn ken­nen­lernte. Er ach­tete gerne auf sein Äuße­res, er ging aufs Sola­rium und fast jeden Tag ins Fit­ness­stu­dio. Dem­ent­spre­chend sah sein Kör­per aus. Ath­le­tisch und wohl­ge­formt. Das mit­tel­lange braune Haar saß immer kor­rekt und die aus­ge­präg­ten Kie­fer­kno­chen lie­ßen das Gesicht mar­kant wir­ken. Das kam bei dem weib­li­chen Geschlecht gut an und es wäre eine Lüge zu behaup­ten, dass Jake dies nicht ab und zu aus­nutze. Doch in der letz­ten Zeit hatte er sich gebun­den. Sein Herz schlug nur für diese eine Frau.
Er ging durch die Woh­nungs­tür, krem­pelte die Ärmel hoch und zog sich Gum­mi­hand­schuhe an. Auch wenn alles bis zur Unend­lich­keit abge­fa­ckelt war, konnte man immer noch Spu­ren fest­stel­len. 
Man­che behaup­ten, dass Brand­lei­chen extrem nach Bit­ter­man­del rie­chen. Das wusste Jake zu wider­le­gen, denn ein Hauch von ver­brann­tem Fleisch schlug ihm ent­ge­gen. So als würde man ein Steak viel zu lange in der Pfanne bra­ten. Dabei han­delte es sich um den typi­schen Geruch. In der Woh­nung war nichts mehr zu erken­nen. Selbst der Eigen­tü­mer wüsste nicht, dass es sich um seine Immo­bi­lie drehte. Gna­den­los war das Feuer. An man­chen Stel­len stieg noch etwas Qualm auf. Jake inspi­zierte die Räum­lich­kei­ten. Die Couch im Wohn­zim­mer war zu einem Klum­pen Kunst­stoff ver­kom­men und genauso ver­hielt es sich mit den meis­ten Gegen­stän­den in der Woh­nung. Das Plas­tik, das ja mitt­ler­weile über­all ver­ar­bei­tet war, hatte stel­len­weise gro­teske Figu­ren geformt.
Er ging wei­ter in das nächste Zim­mer und neben einem ver­kohl­ten Bett sah er sie. Zwei, bis zu Unkennt­lich­keit, ver­brannte Per­so­nen. Sie lagen zusam­men­ge­krümmt Arm in Arm auf dem Boden und dies machte Jake stut­zig. Hät­ten sie noch im Bett gele­gen, dann wäre es ihm nicht so komisch vor­ge­kom­men. Im Schlaf vom Feuer über­rascht. Eine ganz plau­si­ble Erklä­rung. Aber neben dem Bett?
Er beugte sich zu den Brand­op­fern. Man konnte nicht ein­mal mehr erken­nen, um wel­ches Geschlecht es sich han­delte. Gerade als er sie genau begut­ach­ten wollte, erkannte er einen wei­ßen Schnip­sel unter dem ver­kohl­ten Nach­tisch. Sofort griff er danach und beäugte das Stück Pappe. Er stellte fest, dass es ein Fet­zen von einer Pra­li­nen­schach­tel war. Sogar die glei­chen, die er immer Pene­lope mit­brachte.
Seine Gedan­ken schweif­ten ab. Er erin­nerte sich daran, als sie zum ers­ten Mal in sein Leben trat. Die schwar­zen hüft­lan­gen Haare waren atem­be­rau­bend und ihre Figur himm­lisch. Ihre Augen flamm­ten auf und ver­sprüh­ten Feuer der Lei­den­schaft. Genau die­sen Blick erwi­derte Jake damals.
Sie war seine Femme fatal. Er ver­fiel ihr und genauso Pene­lope. Sie lieb­ten sich inten­siv und so oft es ging. Nur gab es ein Pro­blem. Joseph Mil­ler ein Mafia­boss, der jedes erdenk­li­che Film­kli­schee bediente, war ihr Lebens­part­ner. An jedem Dro­gen­ge­schäft in der Stadt ver­diente er, und wenn ein Mord pas­sierte, da waren seine Fin­ger höchst­wahr­schein­lich im Spiel. Er hielt seine Weste immer sau­ber und man konnte ihm nichts nach­wei­sen, obwohl es alle in der City wuss­ten.
Mit Pene­lope hatte Jake sich auf eine Affäre ein­ge­las­sen, die ihm frü­her oder spä­ter den Kopf kos­tete, wenn er nicht auf­passte. Aber es war ihm egal. Er hatte sich in Pene­lope ver­liebt und sie eben­falls. Er über­zeugte sie, Joseph zu ver­las­sen. Natür­lich war ihm bewusst, dass Joseph das nie­mals auf sich beru­hen ließ und so ver­steckte Jake sie mit­ten in der Stadt.
Nicht wie man viel­leicht anneh­men möchte in einem ver­las­se­nen Land­haus, das wäre die erste Anlauf­stelle von Josephs Hand­lan­gern. Er hatte eine kleine möblierte Woh­nung für sie ange­mie­tet. Da er bei der Poli­zei arbei­tete, wusste er wie man jeman­den ver­schwin­den las­sen kann, ohne das man eine Spur von die­ser Per­son fin­det. Jake hatte einen Freund bei der Staats­an­walt­schaft, den er beauf­tragte eine neue Iden­ti­tät für sie zu beschaf­fen. Erst, zwei Wochen nach­dem er Pene­lope in der Woh­nung unter­brachte, traf er sich mit ihr. 
Jake klopfte zart gegen die Tür und vor­sich­tig öff­nete sie. Als sie ihn sah, riss sie die Tür auf. Noch im Ein­gangs­be­reich zerr­ten sie sich die Klei­der vor Sehn­sucht vom Leib. Er drückte sie an die Wand und sie spürte seine volle Man­nes­kraft. 
»Man habe ich dich ver­misst!«, sagte er sehn­suchts­voll.
»Und ich dich erst«, ant­wor­tete Pene­lope und strei­chelte ihm über die Wan­gen. Bevor sie ihm den Kopf fest­hielt und lust­voll küsste. Anschlie­ßend lieb­ten sie sich an Ort und Stelle.
 
Jake schüt­telte sich kurz, um aus den Erin­ne­run­gen raus zu kom­men. Er schloss das Stück Pra­li­nen­ver­pa­ckung in einen Plas­tik­beu­tel und legte ihn auf die Seite. Jetzt nahm er sich die Zeit für die Lei­chen. Er schaute die Kör­per von unten nach oben an, ob viel­leicht etwas Auf­fäl­li­ges zu sehen war. Wahr­haf­tig erkannte er eine Sache, die nicht passte.
»Wen habt ihr nur ans Bein gepisst?«, sagte er. Die bei­den Opfer wie­sen Kopf­schüsse auf. Unver­kenn­bar konnte man die Ein­tritts­lö­cher in den Schä­deln erken­nen.
»Irgend­je­mand wollte euch wohl aus dem Weg haben. Aber warum? Man wo bleibt Kevin? Wozu hat man einen Part­ner, wenn er immer zu spät kommt.«
Seit sechs Jah­ren war Kevin Smith an sei­ner Seite und sie hat­ten gemein­sam viele Fälle gelöst. Doch noch nie war er pünkt­lich an Ort und Stelle, genauso wie heute Abend. Dies konnte Jake nicht lei­den, aber den­noch war es etwas, was er ver­mis­sen würde, wenn Kevin nicht mehr da wäre. 
Jake blickte erneut auf die Toten hinab. Er grü­belte, warum der Kil­ler sich die Mühe gemacht hatte und die bei­den ver­brannte. Es ergab kei­nen Sinn. 
Bei der vor­de­ren Lei­che erkannte er Ohr­ringe, die ihm ein mul­mi­ges Gefühl in die Magen­ge­gend trie­ben.
 
»Hier Pene­lope deine Lieb­lings­pra­li­nen«, sagte Jake und hielt ihr die Schach­tel hin.
»Oh mein Schatz. Danke«, sie drückte ihm einen herz­li­chen Kuss zur Begrü­ßung auf.
Bei einem Glas Wein saßen sie wenig spä­ter im Wohn­zim­mer. Jake saß hin­ter Pene­lope und mas­sierte ihr zärt­lich die Schul­tern. Er küsste ihren nack­ten Hals und sie schau­derte vor Erre­gung. Sie drehte sich zu ihm um und presste ihre Lip­pen auf die sei­nen. Den Rest des Abends ver­brach­ten sie bei Ker­zen­schein im Schlaf­zim­mer. Sie lagen engum­schlun­gen im Bett und Pene­lope strich ihm zart über den Brust­korb. Es war fast per­fekt.
»Wie lange muss ich mich noch ver­ste­cken?«, fragte sie im Flüs­ter­ton. 
Diese Frage holte Jake in die Rea­li­tät. Er musste Pene­lope vor Joseph beschüt­zen, was immer es kos­tete. 
»Es ist bald ein Ende in Sicht.«
»Wer ist die­ser omi­nöse Freund?«, fragte sie.
»Ich sagte doch, das spielt keine Rolle. Er ist ein guter Freund bei der Staats­an­walt­schaft und ver­schafft dir eine neue Iden­ti­tät. Er weiß nicht, wer du bist und du weißt nicht, wer er ist. Das ist das Beste in die­ser Stadt.«
»Ver­traust du die­sem Freund nicht?«
»Natür­lich ver­traue ich ihm, aber es gibt immer Wege um eine Ant­wort zu bekom­men. Genauso wie du ihn ver­ra­ten könn­test, wenn du unter Fol­ter stün­dest.«
»Ich ver­stehe! Aber warum diese Geheim­nis­tue­rei?«
»Pene­lope!«, Jake schaute ihr tief in die Augen. »Ich habe dir doch gesagt, dass mit Joseph nicht zu spa­ßen ist. Viel­leicht hat er dich lie­be­voll behan­delt. Doch du hast zu viel von sei­nen Geschäf­ten mit­be­kom­men. Er wird ver­su­chen dich aus dem Weg zu räu­men, denn du könn­test spä­ter ein­mal auf die Idee kom­men, gegen ihn aus­zu­sa­gen. Ich liebe dich zu sehr, um dei­nen Ver­lust so leicht­sin­nig zu ris­kie­ren.«
Pene­lope lächelte ihn lie­be­voll an.
»Ich liebe dich auch.«
Sie küsste ihn. Jake nutzte die­sen Moment und holte eine kleine Scha­tulle zum Vor­schein, die er auf dem Nach­tisch­schränk­chen plat­ziert hatte. Er hielt sie Pene­lope hin.
»Für mich?«, sagte sie über­rascht.
»Für wen den sonst?«
Mit einer gewis­sen Vor­freude öff­nete sie das Käst­chen.
»Sind die schön«, sagte sie.
Pene­lope nahm ein paar Ohr­ringe her­aus. Genau genom­men waren es Ste­cker, die mit jeweils einem Zir­ko­nia Stein besetzt waren. Die Steine fun­kel­ten und Pene­lopes Augen eben­falls.
»Vie­len Dank! Wieso habe ich die ver­dient?«
»Ein­fach so«, sagte Jake mit der Genug­tu­ung, das sie Pene­lope gefie­len. 
Sie zog die Ste­cker sofort an. 
»Na wie ste­hen sie mir?«
Sie strahlte über beide Ohren. Die­ses Lächeln war einer der Gründe, warum er sie liebte.
 
»Diese Ohr­ringe gibt es bestimmt tau­send­fach in der Stadt«, dachte Jake, als er eben diese an der einen Brand­lei­che ent­deckte. Pene­lope war in Sicher­heit, das wusste nie­mand bes­ser als er. Kei­ner konnte bescheid wis­sen, des­halb war dies unmög­lich. Er beäugte die andere Lei­che und ihm fiel eine Hals­kette auf, die sich ins Fleisch ein­ge­brannt hatte. Zwei­felnd schaute er dar­auf und seine Hand ging aus Reflex an die Kette um sei­nen Hals.
»Was geht hier vor?«
Jake war ver­wirrt.
 
Es klopfte an der Tür und Pene­lope ver­ging sofort das Lächeln. Eben noch vol­ler Freude über das Geschenk und jetzt in Panik.
»Weiß jemand, dass du dich hier auf­hältst? Hast du mit jeman­dem gespro­chen?«, sagte Jake in abso­lu­ter Alarm­be­reit­schaft.
»Nein.«
Er hüpfte aus dem Bett und nahm die Pis­tole aus sei­ner Jacke. Lang­sam ging er zur Tür, mit der Waffe in bei­den Hän­den hal­tend. Es klopfte erneut.
»Wer ist da?«, sagte Jake schroff.
Die Ant­wort kam prompt. Drei Schüsse öff­ne­ten die Tür. Jake sprang zur Seite. Dies half aber nichts. 
Joseph hatte her­aus­ge­fun­den, wo sie waren, denn in der Tür stan­den zwei sei­ner Hand­lan­ger. Big John, der sei­nen Namen der Größe zu ver­dan­ken hatte und Ugly Mike, der ihm wahrs­ten Sinne eine Fresse zum Rein­schla­gen zeigte. Es waren die hin­ter­häl­tigs­ten von Josephs Män­nern. Ugly Mike hielt Jake sofort die Knarre an den Kopf.
»Halt bloß deine Füße still«, sagte er mit einer krat­zi­gen Stimme.
Big John nahm Jake die Waffe ab und schlug ihm wäh­rend­des­sen ins Gesicht. Jake sah Sterne. Sie schleif­ten ihn durch die Woh­nung.
»Wo ist die Schlampe?«
Ugly Mike war bekannt für eine derbe Aus­spra­che. »Hast du wenigs­ten dei­nen Schwanz noch in ihrer Möse gehabt? Denn eins kann ich dir Ver­spre­chen, das war das letzte Mal.«
Aus dem Schlaf­zim­mer hörte man Pene­lope vor Angst schreien.
»Aha da ist ja die Fotze! Big John du zuerst.« 
Ugly Mike machte eine Hand­be­we­gung, die Big John den Vor­tritt ließ.
Big John war der stille Part von den zwei. Er zog Jake an den Haa­ren hin­ter sich her.
Jakes Nase war gebro­chen und er sah alles nur noch ver­schwom­men. Er hörte die ver­zwei­fel­ten Schreie von Pene­lope, als Ugly Mike sie gewalt­sam zu sich zog. Er posi­tio­nierte sie neben Jake.
»So da haben wir ja das Lie­bes­paar neben­ein­an­der. Du hast ein­deu­tig die fal­sche Frau gefickt.«
Jake wusste, was auf sie zukam und er nahm die Hand von Pene­lope.
»Scheiße ist das süß. Ich könnte glatt wei­nen so gerührt bin ich. Ihr habt den fal­schen Mann ver­är­gert. Ich soll euch die bes­ten Grüße von Joseph aus­rich­ten.«
Ohne mit der Wim­per zu zucken, setzte Ugly Mike die Pis­tole an Jakes Kopf und drückte ab. Pene­lope schrie kurz auf, doch die nächste Kugel lan­dete in ihrem Schä­del.
»So. Voll­en­den wir unser Werk«, sagte Ugly Mike.
»Warum sol­len wir das machen?«, fragte Big John, als sie die Lei­chen Arm in Arm hin­leg­ten.
»Weil der Boss es so will. Er möchte, dass die­ser Schlampe die Schön­heit aus dem Gesicht gebrannt wird. Und das machen wir. Du weißt, Joseph ist nur zufrie­den, wenn alles so gemacht wird, wie er sagt. Sonst sind wir die Nächs­ten, die so da lie­gen.«
»O.k.!«
Sie schüt­te­ten Ben­zin über die Lei­chen und zün­de­ten sie an.
 
Jake wurde übel und er fiel rück­wärts um. 
»Das kann nicht wahr sein. Ich bin doch hier? Was ist das für ein Spiel?«
Ein Han­dy­klin­geln, das vom Ein­gangs­be­reich kam, ließ ihn die Gedan­ken­gänge ver­ges­sen.
»Ja!«
Kevins Stimme. Jake rap­pelte sich auf. Kevin würde für Klar­heit sor­gen. Da war er sicher.
»Ich bin gerade ange­kom­men«, sagte Kevin sei­nem Gesprächs­part­ner an der ande­ren Lei­tung.
»Hören sie mal. Das Feuer hat kei­ner über­lebt und ich denke, ihre Leute haben vor­her dafür gesorgt, dass das die Vögel nicht mehr zwit­schern.«
Kevin kam ins Schlaf­zim­mer. Er sah besorgt aus und fer­tig aus.
»Ich stehe jetzt vor zwei Brand­op­fern. Sind sie jetzt zufrie­den?«
Er schritt im Zim­mer umher und wid­mete den Lei­chen kei­nen Blick mehr. Er strahlte Ner­vo­si­tät aus.
»Ich ver­stehe, aber ich habe meine Abma­chung ein­ge­hal­ten. Ich habe her­aus­ge­fun­den wo er sie ver­steckt und es ihnen gesagt. Also las­sen sie bitte meine Fami­lie frei.«
Es folgte schwei­gen, in dem Kevin nur nickte und sein Gegen­über ihm schein­bar irgend­et­was befeh­ligte.
»Ja ich werde es so aus­se­hen las­sen wie eine nor­male Brand­tra­gö­die. Nie­mand wird ihren Namen mit die­ser Sache in Ver­bin­dung brin­gen. Ver­spro­chen.«
 
»Du mie­ser klei­ner Dreck­sack. Ich dachte, wir wären Part­ner!«, schrie Jake, doch Kevin nahm ihn nicht wahr. Wut brannte ihn Jake auf und am liebs­ten hätte er ihm eine ver­passt. Aber er schlug ins Leere. Das Gespräch von Kevin wurde immer lei­ser. Die Umge­bung ver­schwamm und da spürte er eine Hand auf den Schul­tern. Er drehte sich um und blickte Pene­lope ins Gesicht. So schön wie am ers­ten Tag.
»Komm mit mir«, sagte sie und lächelte ihn lieb­lich an, wie es Jake am liebs­ten hatte.